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Stilisierte Ansicht von Joseph Schumpeter

Aktuelles

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  • Ehrung von Absolventin der Schumpeter School
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Die Geschichte der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

45 Jahre Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Bergischen Universität Wuppertal, einst Fachbereich der Gesamthochschule Wuppertal. In den Gründungsjahren unserer Universität bewegte sich die Hochschulpolitik im Spannungsfeld zwischen der Suche nach Neuem und der Besinnung auf Bewährtes. Wie ist unsere Fakultät das geworden, was sie heute ist? Dieser Abriss über rund 1.300 Professorenjahre soll der Versuch einer Annäherung sein, indem er die Ereignisse an der Fakultät mit den allgemeinen hochschulpolitischen Veränderungen verbindet.

Anfang oder Start ohne Vorlauf

1971 wurde mit der Verabschiedung des Gesamthochschulentwicklungsgesetzes (GHEG) Nordrhein-Westfalen die Stadt Wuppertal als einer von fünf Gründungsstandorte des neuen Hochschultyps „Gesamthochschule“ bestimmt, in den auch die bisherigen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen der Region soweit als möglich eingebunden werden sollten. Dies bezog sich auf die Fachgebiete der Pädagogik, Kunst und Ingenieurwissenschaften, die 1971 zur Fachhochschule Wuppertal zusammengefasst wurden. Da es Vergleichbares für das Fach Wirtschaftswissenschaft nicht gab, entstand 1971 kurzfristig und ohne Vorläuferinstitution  der Fachbereich Wirtschaft mit einem entsprechenden Studiengang als Teil der Fachhochschule.

Im Jahre 1972, genauer am 1. August 1972, erfolgte die Gründung der Gesamthochschule Wuppertal als neuer Hochschultyp, die sich als akademische Ausbildungs- und Forschungsstätte bewusst von den klassischen Universitäten absetzen sollte. Aus dem Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule wurde durch Umbenennung der Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Gesamthochschule mit der offiziellen Aufgabe von Seiten des Ministeriums, einen integrierten Studiengang Wirtschaftswissenschaft aufzubauen, wobei dies  im weiteren Verlauf inoffiziell auch mit der Lösung besonderer Pionieraufgaben verbunden wurde.

Das GHEG definierte darüber hinaus flächendeckend für Nordrhein-Westfalen acht Gesamthochschulregionen, denen alle Universitäten und eine größere Anzahl von Fachhochschulen zugeordnet wurden. Die Gesamthochschulen waren damit konzeptionell den Universitäten übergeordnet und die fünf Neugründungen hießen entsprechend dieser Logik exklusiv Gesamthochschulen, ohne die „diskriminierende“ Ergänzung Universität.

Die 70er Jahre oder Sturm und Drang

Der Aufbruch zu neuen, in der deutschen Hochschullandschaft bisher nicht be- und gekannten Ufern stützte sich auf mehrere Prinzipien, von denen hier vor allem genannt sein sollen:

  • Öffnung des akademischen Studiums auch für Fachoberschulabsolventen.
  • Erweiterung des Professorenprofils um einen sog. praxisorientierten b-Professorentyp. Dieser hatte mit seinem stärkeren Praxisprofil eine um mindestens 50 % höhere Lehrverpflichtung, allerdings keine Mitarbeiterausstattung.
  • Regionalorientierung der Hochschule zum Abbau des Bildungsdefizits bestimmter sozialer Schichten
  • Neue curriculare Ansätze, vor allem in Verbindung mit Kleingruppenarbeit und Seminaren als dominante Veranstaltungsformen.
  • Ausdrückliche Orientierung an dem Konzept der gruppenorientierten
  • Hochschule ( Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter, Studenten, nichtwissenschaftliche Mitarbeiter).

Auf dieser Grundlage entstanden in den folgenden Jahren die Organe und Ordnungen des damaligen Fachbereichs. Der Lehrkörper war Ende der 70er Jahre im Sinne der Planung weitgehend abgeschlossen. Es zeigten sich erste Konflikte auf der Ebene der Hochschulpolitik des Landes, der Wuppertaler Hochschule und auch im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft. Durch das weitgehende Fehlen von vorgegebenen Strukturen und Verhaltenstraditionen kam den personen- und gruppenbezogenen Einflussfaktoren eine entscheidende Bedeutung zu. Damit lassen sich prinzipiell Organisationsentwicklungen sowohl verbessern als auch komplizierter gestalten, wobei Letzteres für das folgende Jahrzehnt auf die Wirtschaftswissenschaft zutraf.

Die 80er Jahre oder die misslungene Konsolidierung

Eigentlich sollte das neue Jahrzehnt den allgemeinen Durchbruch des neuen Hochschultyps bringen, indem alle Universitäten des Landes an diesen Gesamthochschultyp angepasst wurden. Demgegenüber trat ein hochschulpolitisches Patt ein, und dies führte dazu, dass nicht die Universitäten zu Gesamthochschulen wurden, sondern ab 1980 den Gesamthochschulen der Begriff „Universität“ in ihrem Namen vorangestellt wurde, wobei das Gesamthochschulentwicklungsgesetz (GHEG) Ende 1979 aufgehoben wurde. Die Hochschule in Wuppertal hieß demzufolge „Universität-Gesamthochschule Wuppertal“ und im Jahr 1983 wurde dieser Namen regionalbezogen  erweitert und in „Bergische Universität – Gesamthochschule Wuppertal“ geändert.

Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaft prägte die Jahre des neuen Jahrzehnts auf eine besondere Art. Sowohl hochschulpolitisch als auch personell bedingt wurden die neuen Organisations- und Machtstrukturen zu ausgesprochen konfliktbezogenen Instrumenten weiter entwickelt. Unter der Glocke der beginnenden gesamthochschulpolitischen Windstille und der Besonderheiten in Wuppertal kam es zu „Stürmen im Wasserglas des Fachbereichs“, ausgelöst sowohl durch Alltagsentscheidungen als auch durch strategische Optionen. Der Fachbereich wuchs parallel dazu in diesem Zeitraum bei etwa gleicher preisbereinigter Finanzausstattung von rd. 1.150 Studierenden Anfang 1980 auf rd. 3.450 Ende 1989, die Anfängerzahlen pro Studienjahr stiegen von 300 auf maximal 900 am Ende des Jahrzehnts, die Zahl der Professoren erhöhte sich aber nur von 28 auf 29 und die der wissenschaftlichen Mitarbeiter von 25 auf 27.

Änderungen waren notwendig, doch wurde zunächst weniger über Inhalte und Strukturen, sondern mehr über quantitative Verbesserungen der Ausstattungen gehandelt. So profitierte der Fachbereich Wirtschaftswissenschaft 1988/89 vom sog. Hochschulförderprogramm mit einem Zuwachs von neun wissenschaftlichen und vier nichtwissenschaftlichen Mitarbeiterstellen.

Die 90er Jahre oder Ruhe nach dem Sturm

In den 90er Jahren geriet das Modell Gesamthochschule endgültig in die Defensive und das Ministerium intervenierte zunehmend weniger bei Detailfragen. Vielmehr wurde die  „Bergische Universität – Gesamthochschule Wuppertal“ unter maßgeblichem Engagement des damaligen Rektors zu einer der Modellhochschulen für das Experiment „Hochschule und Finanzautonomie“ ausgewählt. Damit sollten die Möglichkeiten für eine flexiblerer Haushaltsführung und erste zaghafte Ansätze eines unternehmensbezogenen Finanzmanagements erprobt werden.

Im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft beruhigten sich die Gemüter der beteiligten Personen allmählich und bei nach wie vor hohen konflikthaltigen äußeren und inneren Problemen deutete dies nicht gerade auf eine neue Aufbruchstimmung hin. Vielmehr entschied man sich für einen höheren Toleranzpegel und eine verstärkte personelle Stetigkeit bei Führungs- und Verwaltungsaufgaben. Dies eröffnete nach außen neue Spielräume für eigene Forschungsaktivitäten, für Unternehmensgründungen und außeruniversitäre Kooperationen, während nach innen der universitätsorientierte Umbau des Fachbereichs in Richtung auf die Umsetzung des Lehrstuhlprinzips bei gleichzeitiger Umwandlung der sog. b-Professorenstellen und die schrittweise Einführung von Managementelementen in die Fachbereichspolitik erfolgte.

Auch auf studentischer Seite verabschiedete man sich allmählich vom Gründergeist, so z. B. in der Fachschaftszeitung „Abwärts“ und die ASTA-Vision einer (Friedrich) Engelsburg als Standortbezeichnung für den neuen Wuppertaler Hochschultyp verblasste allmählich. Symbolisch für diese Richtungsänderung der Fachbereichspolitik wirkt das Faktum, dass es im Jahrzehnt der 80er Jahre neun Dekane gab, während in den 90er Jahren nur zwei Professoren als Dekane gewählt wurden.

Das Jahrzehnt ab 2000 oder Aufbruch zu neuen Ufern

Auf Landesebene war der hochschulpolitische Eifer endgültig erlahmt, die Hauptverantwortlichen entweder mit anderen Aufgaben befasst, in anderen Positionen oder ausgeschieden und auch der Zeitgeist begann sich neu zu orientieren. So überrascht es nicht, dass einerseits in den ersten Jahren im neuen Jahrtausend Fusions- und Stilllegungspläne entstanden, die sich gerade auch auf den Standort Wuppertal bezogen und andererseits ab 2003 der Begriff „Gesamthochschule“ als Bezeichnung der Neugründungen gänzlich gestrichen wurde.

Überraschender Weise konnte diese Phase durch den Widerstand des Rektors und der Region mit einem externen Mediationsbericht über die Universität überwunden werden, doch bedeutete dies lediglich einen Zeitgewinn für die Institution. Immer deutlicher zeigte sich der hochschulpolitische Paradigmawechsel zur Änderung der Universitätsstrukturen in Richtung einer Dienstleistungsuniversität, die im  Bologna-Prozess mit den Bachelor- und Masterstudiengängen, in der Erweiterung der Eigenverantwortung  bei gleichzeitiger Kontrolle der Politik durch Zielvereinbarungen und in zunehmendem nationalen und internationalen Wettbewerb sowie in der Einführung von Studiengebühren zum Ausdruck kommt. Das ab 2007 geltende neue Hochschulgesetz in Nordrhein-Westfalen mit der vieldeutigen Bezeichnung „Hochschulfreiheitsgesetz“ fasst diese Vorgänge zusammen.

Diese jahrelangen eindeutigen Vorsignale und Signale fielen zeitlich im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft mit einem umfassenden Generationenwechsel auf Seiten der Professoren zusammen. Da bereits Anfang der 90er Jahre grundsätzliches Einvernehmen darüber hergestellt wurde, aus der wenig sinnvollen und stark konflikthaften Professorenstruktur der Typen a und b (Theorie orientiert versus Praxis orientiert) auszusteigen und die langfristige Personalplanung darauf ausgerichtet wurde, konnten in den folgenden eineinhalb Jahrzehnten diese Strukturprobleme gelöst werden. Zwischenzeitlich sieht auch das neue Hochschulgesetz diese Teilung nicht mehr vor.

Mit den Neubesetzungen kamen innerhalb von rund zehn Jahren 16 junge Professorinnen und Professoren in den Fachbereich und es entstanden organisatorisch auch hier die traditionsreichen universitären Lehrstühle als kleinste leistungsfähige Einheiten, wovon es derzeit 22 gibt.

Die Internationalisierung wurde erweitert, ein wirtschaftswissenschaftliches Kolloquium eingerichtet, eine Alumni-Organisation entwickelt, Absolventenfeiern und Universitätsbälle sowie kooperative Formen der Zusammenarbeit mit den Vertretern der Fachschaft aufgebaut, die zum WS 2007/08 erfolgte Umstellung der Studiengänge auf akkreditierte Bachelor- und Masterprogramme vollzogen sowie eine Professionalisierung der Dekanatsarbeit durch den Aufbau einer arbeitsteiligen und durch wissenschaftliche Mitarbeiter gestützten Fachbereichspolitik intensiv vorangetrieben. Ergänzt werden diese Neuerungen durch die systematischere Entwicklung der Kontakte zur Praxis, den Aufbau der Ende 2006 gegründeten Fachbereichsstiftung "Unternehmertum-Strukturwandel-Internationalisierung" (kurz "USI", ab Anfang 2009: "Schumpeter School Stiftung") sowie die Umsetzung der Planungen für eine Business-School und Angebote zur Weiterbildung. Damit hat sich der Fachbereich Wirtschaftswissenschaft intensiv auf die neue universitäre Wirklichkeit unter den Bedingungen einer an den Prinzipien Humboldts orientierten Dienstleistungsuniversität vorbereitet.

In diese Phase der Erneuerung fallen zum Ende der Dekade noch zwei Vorgänge von erheblicher langfristiger Wirkung. Erstens fand am 24.10.2008 eine Namenserweiterung des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft um den englischsprachigen Ausdruck "Schumpeter School of Business and Economics" statt. Damit verbunden soll eine Profilbildung in Richtung von "Innovation, dynamisches Unternehmertum, strukturelle und zyklische Wirtschaftsentwicklung" stattfinden, die als Signal nach innen und außen verstanden wird.

Zum WS 2009/10 starteten erfolgreich zeitgleich sechs Wirtschaftingenieur-Studiengänge, davon zwei im Bachelor- und vier im Masterbereich, in die neben verschiedenen Fachgebieten des Ingenieurwesens jeweils gleichrangig wirtschaftswissenschaftliche Lehrangebote einbezogen sind. Im Zusammenhang mit dieser Erweiterung des Lehr-, Forschungs- und Transferangebots wurde die personelle Ausstattung der Schumpeter School um zwei Lehrstühle erweitert.

 

 

Die 2010er Jahre oder Aufbau der Schumpeter School

Die mit dem Hochschulfreiheitsgesetz 2007 geschaffenen neuen Handlungsspielräume und Institutionen auf der Ebene der Hochschulleitung führten in Wuppertal zu einer besonders erfolgreichen Profilierung der Universität, an der auch die Schumpeter School maßgeblich beteiligt war. Dabei ging es beispielhaft um ein Leitbild mit künftigen Programmschwerpunkten, das Lehrangebot und die Verbesserung der Betreuung der Studierenden im Bachelor- und Masterbereich, die Stärkung der Forschung und Drittmitteleinwerbung sowie den Ausbau der Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Institutionen der Praxis. Auf Hochschulebene zeigten sich die positiven Ergebnisse nicht zuletzt in den vom Hochschulverband seit 2011 jährlich vergebenen Preisen für den Rektor des Jahres, bei dem der Wuppertaler Rektor Koch regelmäßig einen der ersten drei Plätze errang.

Diese positive Entwicklung wurde auch durch das zum WS 2014/15 erlassene neue und seit der Gründung der Hochschule 1972 sechste Hochschulgesetz nicht unterbrochen, das als Hochschulzukunftsgesetz bezeichnet wird, und durch das vor allem die Hochschulentwicklungen wieder stärker politisch kontrolliert werden sollen. Als unerwartete Besonderheit dieses Gesetzes nutzte die Bergische Universität Wuppertal die Option, die Fachbereiche in Fakultäten umzubenennen. Damit nennt sich der wirtschaftwissenschaftliche Teil der Universität seit dem WS 2015/16 "Fakultät für Wirtschaftswissenschaft -Schumpeter School of Business and Economics".

In den ersten Jahren der neuen Dekade lagen die Schwerpunkte der Aktivitäten der Schumpeter School erstens in der über Sonderprogramme finanzierten Erweiterung des Studienplatzangebots sowie zweitens in der stärkeren Berücksichtigung von Maßnahmen zur Erhöhung des Ranking und der Verbesserung der Evaluationsergebnisse bei Lehr-, Forschungs- und Veröffentlichungsprojekten sowie der Besetzung neuer Stellen. Drittens wurden mehrere auf den Namensgeber Schumpeter ausgerichtete Projekte und Formate aufgebaut, um intern und extern eine entsprechende Profilbildung zu erreichen. Dabei sind insbesondere zu nennen: Die innovations-, gründungs- und unternehmensentwicklungsbezogene Schwerpunktbildung im Profil der Lehrstühle in Lehre und Forschung, die Ende 2010 eingerichtete und von der Barmenia-Versicherung finanzierte Stiftungsprofessur "Gesundheitsökonomie und-management" in Verbindung mit dem Aufbau des "Bergischen Kompetenzzentrums für Gesundheitsmanagement und Public Health (BKG)", das im Mai 2011 gegründete und von der Jackstädt-Stiftung finanzierte "Jackstädtzentrum für Unternehmertums- und Innovationsforschung", die Einrichtung mehrerer Juniorprofessuren, die 2013 jeweils unter maßgeblicher Beteiligung der Schumpeter School gegründeten Forschungseinrichtungen "Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung (WIB)" und "Interdisziplinäres Zentrum für Transformationsforschung TransZent", der 2015 durch Mittel der hinter dem Unternehmen Walbusch stehenden Familie Busch entstandene Stiftungslehrstuhl „Multi-Channel-Management“, die zweijährig stattfindende wissenschaftsbezogene Verleihung des Schumpeter School Preises, der auf das Unternehmertum bezogene ebenfalls zweijährig stattfindende Schumpeter School Praxistag, die elektronische Veröffentlichungsreihe "Schumpeter Discussion Papers", das "Schumpeter School Kolloquium" als Plattform für Gastvorträge, sowie die Herausgabe von "Schumpeter School Jahresmagazin" und "Schumpeter School Newsletter".

So bleibt zum Schluss zu hoffen, dass die unter dem Motto "Aufbau der Schumpeter School" stehende Vision und Mission in diesem Jahrzehnt erfolgreich fortgesetzt werden kann und die öffentliche und wissenschaftsöffentliche Wahrnehmung sowie Bewertung in Rankings und Akkreditierungen weiter steigen. Damit kann das bisher in Deutschland einmalige Experiment gelingen, eine ganze wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mit zurzeit 25 Lehrstühlen und Professuren, 7 Juniorprofessuren, 7 Instituten/Zentren, etwa 120 wissenschaftliche Mitarbeiterstellen und rund 4.200 Studierenden erfolgreich mit dem Namen eines der bedeutendsten Ökonomen zu verknüpfen.

 

Prof. Dr. Norbert Koubek Wuppertal, im November 2016

Unser besonderer Dank für zahlreiche Informationen gilt dem Gründungsdekan der Fachbereiche Wirtschaft der FH und  Wirtschaftswissenschaft der GHS, Prof. Dr. Dieter Krause, sowie dem Archivar und Chronisten der Bergischen Universität Wuppertal, Herrn Dr. Joachim Studberg.