Verleihung des Keynes-Preises an Prof. Dr. Hans A. Frambach
Foto: Mathias Kehren
Der von der Keynes-Gesellschaft am 09.03.2026 prämierte Band beschäftigt sich mit dem Einfluss keynesianischer Ideen in Deutschland und einigen westeuropäischen Staaten in der Zeit des Wiederaufbaus nach dem II. Weltkrieg bis zur Mitte der 1970er Jahre. Deutschland beschritt in dieser Periode, die oftmals als „the age of Keynes“ bezeichnet wird, einen besonderen Weg, der zur Sozialen Marktwirtschaft führte, in der jedoch ausdrücklich keynesianische wirtschaftspolitische Maßnahmen wie eine antizyklische Finanzpolitik zum Tragen kamen.
So wurde bspw. unter Karl Schiller keynesianische Wirtschaftspolitik im „Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft“ (StabG) 1967 faktisch verankert. An den Universitäten wurden ganze Studierendengenerationen der Wirtschaftswissenschaften durch Lehrbücher von keynesianischen Ökonomen wie Erich Schneider und Andreas Paulsen geprägt. In dem Band wird der wirtschaftstheoretische und -politische Einfluss dieser und anderer „große Keynesianer“ des deutschsprachigen und skandinavischen Raums von namhaften Ökonomen untersucht.
Über die Preisträger
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Jürgen G. Backhaus, war Inhaber der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftungs–Professur für Finanzwissenschaft und Finanzsoziologie an der Universität Erfurt.
Dr. Günther Chaloupek, ehemaliger Leiter des Wirtschaftsbereiches in der Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien.
Prof. Dr. Hans A. Frambach, Arbeitsbereich Mikroökonomie und Geschichte des ökonomischen Denkens, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft – Schumpeter School of Business and Economics, Bergische Universität Wuppertal.
